Garantiezins fällt bei Lebensversicherungen auf Null

Ab Juli 2022 dürfen Versicherungen bei neuen Lebensversicherungen keine Zinsen mehr garantieren. Dies gilt ebenso für die prämiengeförderte Zukunftsvorsorge, so die FMA.

Der Trend berichtet am 18.08.2021:

Jahrzehntelang haben Versicherungen in Österreich Lebensversicherungen als ertragreiche, sichere und zudem oft auch noch prämienbegünstigte Vorsorgeinstrumente beworben und verkauft. Das ist nun vorbei.

Bereits mit Stichtag 1. Jänner 2017 wurde durch die FMA (Finanzmarktaufsicht) der höchstzulässige Zinssatz für die Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen in der Lebensversicherung sowie in der prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge auf 0,5% gesenkt.

Mit 1. Juli fällt dieser Zinssatz nun auf 0,0 Prozent.

Die FMA betont jedoch, dass damit nicht auch unbedingt eine Reduzierung der Gesamtverzinsung verbunden ist. Die Senkung auf 0,0 Prozent betrifft die garantierte Verzinsung (Garantiezins) und bezieht sich auf die Sparprämie, also die einbezahlte Prämie von Versicherten abzüglich Steuern, Risiko- und Kostenanteilen. Die variablen Gewinnbeteiligungen sind davon nicht betroffen, berichtet der Trend.

Für Sparer und Versicherte wird es zunehmend enger, egal ob das Geld am Konto liegt oder in Form einer Lebensversicherung gebunden ist. Die Negativzinsen belasten das Ersparte täglich aufs neue und ein Zinssatz unter der Inflation bedeutet realisierten Verlust beim Vermögen. Aktiv werden lautet das Stichwort und sich Gedanken machen über das erwirtschaftete Geld.

 

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PS: Lassen auch Sie Ihr Geld für sich arbeiten.


Kurt Praszl

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Kurt Praszl

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